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Zielsetzung Ausdauersport

Zielsetzung im Ausdauersport

Träumen

Die Zielsetzung ist nicht nur für die Motivation wichtig, sondern bildet gleichzeitig auch den Rahmen für das gesamte Training. Daher sollte man sich lange mit seinen Zielen beschäftigen.

Der Entschluss, einen bestimmten Wettkampf zu bestreiten oder seinen sportlichen Horizont zu verändern, kommt meist nicht über Nacht. Oft ist es auch nur eine vage Idee, die sich erst nach und nach verfestigt. Schau dich um, lass dich von anderen Sportlern motivieren (zum Beispiel bei meinen Testimonials 😉 und irgendwann ist die Vision da! Ob es wirklich so umsetzbar ist, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht so wichtig. Entscheidend ist aber, dass es dein Traum ist. Verfolge ein sportliches Ziel niemals, weil du denkst, dass andere es von dir erwarten!

Die eigentliche Planung beginnt...

OK, nun hast du eine Vision, einen Traum. Jetzt musst du aber leider den Kopf nochmal aus den Wolken ziehen und dich mit den Fakten beschäftigen. Sammle so viele Informationen wie möglich. Nicht nur online sondern befrage auch Trainingskollegen. Erzähle anderen von deiner Idee und vernetze dich mit anderen Sportlern.

In dieser Phase solltest du auch deinen Alltag betrachten und dir aufschreiben, wie viele Trainingsstunden du realistisch geschätzt zur Verfügung hast. Vorsicht, hier lauert die nächste Falle! Wenn du um 17:00 Feierabend hast und bis 21:00 trainieren kannst, bedeutet das nicht, dass du 4 Stunden Zeit fürs Training hast. Klingt banal, aber in diese Falle tappen wirklich viele.
Eine gute Grundlage für diese Einschätzung liefert dein Trainingstagebuch.

Je mehr Informationen du über den angestrebten Wettkampf und deine Ausgangssituation hast, umso genauer kannst du deine Ziele formulieren.

Formuliere das Ziel SMART (diese Einteilung stammt aus der Betriebswirtschaftslehre, wurde aber auch von der Sportliteratur übernommen):

Spezifisch (so genau wie möglich formulieren)

Messbar (wenn möglich, Zielzeit definieren)

Akzeptiert (auch von der Familie!)

Realistisch (aber auch fordernd 😉

Terminiert (bis wann soll das Ziel erreicht werden)

Das meiste ist geschafft

Alles was du jetzt noch tun musst, ist dieses grosse Ziel immer weiter "herunter zu brechen". Soll heissen: Stell dir die Frage: was muss ich können, um dieses Ziel zu erreichen? Wenn du die Antwort darauf gefunden hast, hast du bereits deine Leistungsziele gefunden.

Die Leistungsziele sind sehr stark von den eigenen Schwächen abhängig. Denn letzten Endes hängt die Leistungssteigerung von der Beseitigung der Schwächen ab. Zu diesem Thema folgt aber bald noch ein eigener Blogeintrag.

Die nächste Frage sollte dann lauten: was muss ich machen, um diese Leistungen erbringen zu können? Die Antwort stellen dann deine Prozessziele dar. Hast du deine Prozessziele gefunden, weisst du eigentlich schon ziemlich genau, was du trainieren musst...

Noch ein kleiner Tipp aus meiner Erfahrung heraus: Halte die Leistungsziele und Prozessziele möglichst einfach ("nie mehr als 3").

Ein Beispiel

Ich möchte in der kommenden Saison endlich das Bergzeitfahren der Clubmeisterschaft gewinnen. Das wäre der Traum. Da ich aber die Leistung meiner Mitstreiter nicht beeinflussen kann, muss ich mein Ziel so formulieren:
"2017 (terminiert) will ich beim Bergzeitfahren der Clubmeisterschaft meine persönliche Bestzeit (spezifisch) um 20 Sekunden (realistisch, messbar) unterbieten"

Was muss ich als dafür können? (Leistungsziele)

  1. besseres Kraft-Last-Verhältnis als letztes Jahr (weniger Gewicht, mehr Power in den Beinen)
  2. Tempohärte
  3. bessere wettkampfspezifische Ausdauer

Was muss ich dafür tun? (Prozessziele)

  1. Ernährung anpassen (ab November keinen Süsskram mehr) und im Winter zwei Mal pro Woche die Beinpresse im Fitnessstudio bearbeiten
  2. im Frühling bei 2-3 Zeitfahren in der Region starten
  3. Ab Ostern eine lange Tempoeinheiten am Berg

Ich weiss... nicht sehr einfallsreich. Aber es ist ja auch nur ein Beispiel 😉

Notiere dir diese Ziele. So hast du für die gesamte Saison eine rote Linie an der du dich orientieren kannst.

Und jetzt viel Spass beim Träumen und planen!

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