Radsportler Vitor geht in die Winterpause
Ab in die verdiente Winterpause
2. Oktober 2016
Podium BHFM 2016 Müller Viegas Staub
Abschluss der BHFM
28. Oktober 2016

Alles begann vor 2 Jahren

Vor gut zwei Jahren habe ich mich entschlossen mit Gregor Lang von 2vida zusammenzuarbeiten. Das Fernziel waren schon damals die Paralympics 2016 in Rio und die damit verbundene Qualifikation im Jahr davor.
2015 konnte ich sehr gute Resultate einfahren und die Qualifikation mit dem Vizeweltmeistertitel im Zeitfahren endgültig fix machen.
Diese Saison stand voll im Zeichen der Paralympischen Spiele und das ganze Training war auf den Saisonhöhepunkt ausgerichtet. Im Frühjahr sammelte ich viele Grundlagenkilometer und danach folgte der erste Aufbau für die Rennen. Die Rennen im Mai und Juni liefen ganz gut und ich wusste wir sind auf einem guten Weg.
Mit zwei Höhentrainingslagern in Livignio und St Moritz wurde die finale Vorbereitung auf Rio eingeleitet. Die Spannung stieg so langsam und ich freute mich schon sehr auf Rio.

Ein einmaliges Erlebnis

Die Berichterstattung im Vorfeld war ein wenig negativ und so wurden wir nur positiv überrascht! Rio war einfach gigantisch und dort dabei zu sein war etwas ganz besonderes. Die Stimmung im Dorf war super und so war es toll andere Sportler aus anderen Disziplinen und Nationen kennenzulernen. Ich habe die Zeit im Dorf wirklich sehr genossen und die Eröffnungs- sowie Schlusszeremonie im Maracana Stadion waren  einmalige Erlebnisse.
Die Zeit vor den Rennen nutzte ich, um noch gut trainieren zu können und die Strecke kennenzulernen. Die Radstrecke war nur ca. 8 km vom Dorf entfernt und so konnten wir zur Strecke mit dem Rad fahren.

Gute Performance beim Einzelzeitfahren

Das Zeitfahren fand auf einem komplett flachen und technisch einfachen Kurs von 15 Kilometern statt der zweimal zu absolvieren war. Ich konnte meine angepeilte Leistung abrufen und die 30 Kilometer mit einem Schnitt von über 44 km/h bewältigen.
Leider verpasste ich das Podium und wurde Fünfter. Es war davor klar, dass es schwer werden würde eine Medaille zu gewinnen aber die Leistung hatte gepasst und so war ich vor dem Strassenrennen zuversichtlich ein gutes Rennen fahren zu können.

Steffen Warias Zeitfahren Rio

Steffen auf dem Weg zum 5. Rang beim Zeitfahren

Aber bei einem Strassenrennen kann immer alles passieren...

Schon relativ früh bildete sich eine sieben Mann Gruppe die sich später auf fünf verkleinerte. Wir arbeiteten gut zusammen und konnten uns im Laufe des Rennens weiter von den anderen Fahrern absetzen.
Ich versuchte im welligen Teil der ansonst flachen Strecke die anderen Fahrer der Spitzengruppe nochmals unter Druck zu setzten, konnte die Gruppe aber leider nicht mehr verkleinern. Auf den letzten flachen Kilometern wurde dann viel taktiert und ich sortierte mich auf der zweiten Position ein. Der Italiener Fabio Anobile eröffnete den Sprint und ich zog ca. 150 Meter vor dem Ziel an ihm vorbei.
Das Rennen zu gewinnen war ein absoluter Traum der wahr wurde. Zweiter wurde der Belgier Kris Bosmans. Fabio und Kris hatten mich in letzter Zeit öfters im Sprint geschlagen und in den Straßenrennen wurde ich öfters 2. oder auch 4. und so war es umso schöner beim größten aller Events zurückzuschlagen.

Paralympics Radrennen Sprint

Steffen Warias´Goldsprint in Rio

Mein Fazit

Nach dem Rennen musste ich an eine Trainingsanalyse von Greg im März denken, nachdem mich Fabio bei einem Rennen im Sprint deutlich geschlagen hatte. “Ab Kalenderwoche 23 arbeiten wir vermehrt am Sprint. Kann ja nicht sein, dass dich in Rio noch einer überholt!” Und so kam es dann auch. Es fuhr keiner mehr vorbei...
Der Trainingsaufbau war super und ich denke ich war in der Form meines Lebens. Ich bin absolut happy, dass ich das dann in Rio auch umsetzten konnte. Ich bin froh einen sehr kompetenten Trainer an meiner Seite zu haben der meine Daten analysiert sowie Trainingspläne schreibt. Ein weiterer wichtiger Punkt für mich ist, dass wir eine ähnlich Einstellung zum Radsport und Training im Allgemeinen haben.

Steffen Warias und Coch Greg von 2vida

Steffen mit seinem Coach

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