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Jolidon Classiques Training

Jolidon Classiques

Wenn man als Trainer selbst an Wettkämpfen teilnimmt, kommt es manchmal zu solch seltsamen Konstellationen: Mein Trainingspartner und Kunde Michael Hensel tritt, genau wie ich, bei den Jolidon Classiques – einem Radrennen im Jura – an. Michael ist vom Typ her ein Bergfahrer und hat sich, entgegen der ursprünglichen Planung, für die längere Streckenvariante entschieden, da hier zwischen Glovelier und Saulcy ein langer und schwieriger Anstieg wartet, der seinen Fähigkeiten entgegenkommt. Zuvor muss auf der 116 Kilometer langen Strecke jedoch gleich hinter der Startlinie ein knackiger Anstieg gemeistert werden. Rennentscheidend könnte auch eine kurze aber heftige Rampe kurz vor dem Ziel werden.

Neben einer guten Grundlagenausdauer, die er zweifelsohne in den letzten Monaten legen konnte, sind für Michael also Kletterqualitäten gefragt. Zu diesen gehören eine gute Portion Laktat-Toleranz und natürlich Kraft. In der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung stehen deshalb lange Intervalle am Berg, das geliebte „Schwellenkreuzen“ und kurze, hochintensive Intervalle auf dem Programm. Das sehr wichtige Krafttraining mit Gewichten wurde auch in der Saison bis etwa zwei Wochen vor dem Rennen durchgeführt. Ein Schwerpunkt wurde bei der Vorbereitung auf die oft unterschätzte Rumpfmuskulatur gelegt. Ist diese zu Schwach, wird eine optimale Kraftübertragung verhindert. Übungen wie der „Russian Twist“, Beinheben und Crunches wurden ebenso wie Übungen mit dem Suspension Trainer in das radsportspezifische Training integriert. Um auf den Punkt fit zu sein, wird das Training in den letzten Tagen vor dem Wettkampf reduziert. Besonders hier ist man als Trainer gefordert. Der Athlet empfindet aufgrund des intensiven Trainings in den Wochen zuvor diese „Pause“ als ungewohnt und hat das Gefühl zu wenig zu machen und somit an Form einzubüssen. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Durch die verminderten Umfänge und Intensitäten hat der Körper zum letzten Mal vor dem Wettkampf die Gelegenheit die vergangenen Trainingsreize zu verarbeiten. Hier kommt mir als Trainer meine Wettkampferfahrung zugute.

Bis zur Startlinie werde ich Michael noch mit allen Kräften unterstützen. Wenn der Startschuss fällt ist er jedoch auf sich allein gestellt. Mein Vorteil: ich kenne meinen Gegner gut…

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