Der Coach leidet mit
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Ein ehemaliger Elitefahrer aus Deutschland, der sich trotz Beruf und Familie in der A-Klasse halte konnte, hat mal zu mir gesagt, "wer Medikamente nehmen muss, gehört ins Bett und nicht aufs Rad!" Das klingt einleuchtend. Trotzdem ignorieren viele Sportler Krankheitsymptome und trainieren weiter oder nehmen sogar an Wettkämpfen teil. Dies kann langfristig schwere gesundheitliche Folgen haben.

Wo soll man aber nun die Grenze ziehen, bei der auf Sport verzichtet werden soll? Als Trainer habe ich über Jahre beobachtet, dass jeder Athlet seine eigene Strategie entwickelt hat, mit leichten Erkältungen oder anderen leichten Erkrankungen umzugehen. Meist wird die Intensität und/oder der Umfang reduziert, bis sich eine Besserung einstellt. Das ist meiner Meinung nach der flasche Ansatz. Werden zu Beginn einer Erkrankung die ersten Symptome verspürt, kann niemand wirklich abschätzen, wie sich die Krankheit entwickeln wird. Ist es tatsächlich die gewöhnliche Erkältung, die nach zwei Tagen ausgestanden ist, wenn man sie ignoriert?

Angenommen ein Sportler spürt am morgen leichte Kopfschmerzen und einen aufkommenden Schnupfen. Wird nun, wie es meist der Fall ist, vermindert weiter trainiert, verschlimmert sich der Zustand, bis für einen langen Zeitraum überhaupt nicht mehr trainiert werden kann.

Wird, selbst bei leichten Symptomen, auf das Training verzichtet, muss der Athlet nur einen Trainingsausfall von ein bis drei Tagen in Kauf nehmen, ist danach aber schnell wieder in der Lage das normale Trainig wieder aufzunehmen. Einige der hier vorgestellten Regenerationsmassnahmen, sind auch bei leichtenm Krankheitsverlauf hilfreich. "Unterm Strich" hat er jedoch besser und meist auch mehr trainiert.

Hilfreich ist auch in diesem Fall ein Trainingstagebuch. Allein durch das Aufschreiben setzt man sich viel bewuster mit dem eigenen Befinden auseinander und trifft dann hoffentlich die richtige Enscheidung.

Eine Erkrankung kann auch ein Anzeichen für Übertraining sein.

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